Knieprothesen: Quantensprung dank Robotik-Unterstützung

Der künstliche Knieersatz gehört zweifellos zu den großen Erfolgs-geschichten der Medizin in den vergangenen Jahrzehnten. Abgenutzte oder kaputte Gelenke müssen heute nicht mehr auf Dauer für Beschwerden und Schmerzen sorgen. Die sogenannte Endoprothetik – der Ersatz von Gelenken – gehört inzwischen zum Routinebereich erfahrener Operateure.

Über 80% der Patienten sind mit ihrem neuen Kniegelenk zufrieden, können es allen Belastungen aussetzen. Auch Sport ist kein Problem. Um aber auch die übrigen Patienten voll zufrieden zu stellen, setzen die Kniespezialisten der Münchner Decker Clinic jetzt auf die Assistenz eines OP-Roboters. Klaus Stockhammer, der auf die Erfahrung tausender Knie-OPs zurückgreifen kann, begründet seine Entscheidung für das neue Verfahren im Interview.

Was macht den Einsatz einer Knieprothese aus Ihrer Sicht so anspruchsvoll?

Das Knie ist ein sehr komplexes Gelenk, das über einen sehr großen Bewegungsumfang verfügt und bei der Fortbewegung des Menschen natürlich eine zentrale Rolle spielt. Wenn das Zusammenspiel aus Gelenk und Bändern so geschmeidig funktionieren soll wie vorher – dann ist das natürlich eine Herausforderung.

Was ist aus Ihrer Sicht ausschlaggebend, dass der Ersatz eines Kniegelenks erfolgreich verläuft?

Kurz gesagt ist es die achsgerechte Implantation der Knieprothese mit der Wiederherstellung der Bein- und Knieachse mit ausgewogener Bandspannung in allen Bewegungsabschnitten - von der vollen Streckung bis zur maximalen Beugung. Und das ist bei jedem Patienten logischerweise ein bisschen anders – muss also ganz individuell bei jedem neu ausgerichtet werden.

Welche Rolle spielen die Bänder dabei?

Das ist ein ganz entscheidender Punkt, der auch in der öffentlichen Diskussion in meinen Augen zu kurz kommt. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen: Wenn ein Patient nicht mit seinem neuen Kniegelenk zufrieden ist, dann liegt es meistens an den Bändern. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Stabilität eines Knies. Sind die Seitenbänder zu locker, empfindet der Patient eine Instabilität und Unsicherheit beim Gehen. Sind sie zu straff, entsteht ein erhöhter Druck im Gelenk und das vermindert die Beuge- und Streckfähigkeit.

Und damit sind wir bei OMNIBotics - ein Roboter-Assistenzsystem für den Operateur, mit dem Sie jetzt arbeiten. Was genau darf man sich darunter vorstellen, wenn der Roboter sozusagen mitoperiert?

Zunächst mal ist es wichtig festzuhalten: Operieren tun immer noch wir Ärzte. Es ist ein Assistenzsystem, das die Präzision bei der OP verbessert. Während wir bisher sehr stark auf unsere subjektiven Prüfungen der Bandspannung angewiesen waren, können wir das mit OMNIBotics jetzt objektivieren. Heißt: wir können den gesamten Bewegungsradius in allen Abschnitten der Bewegung des Knies vor der Implantation genau abmessen. Im Anschluss wird wir das neue Gelenk so milimetergenau eingesetzt, dass die alte, natürliche Bandspannung wieder hergestellt werden kann. Der Patient spürt keinen Unterschied mehr. Wir versprechen uns dadurch wirklich einen Quantensprung.

Welche Vorteile ergeben sich dadurch für den Patienten.

Als Arzt ist es immer unser Ziel, dass ein Patient gar nicht spürt, dass er mit einem künstlichen Gelenk unterwegs ist. Da waren wir schon bisher ziemlich erfolgreich – und jetzt werden wir noch besser!

Clinic Dr. Decker

Die modernen Klinik ist mitten im Herzen von München-Schwabing. Das Haus blickt auf eine über 120-jährige Tradition mit stets erstklassiger medizinischer Betreuung und sozialem Engagement zurück. Diese über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen bereichern sowohl die heutige als auch die zukünftige Arbeit der Medizinerfamilie Dr. Decker. Insbesondere die ausgezeichneten Kompetenzen in unseren Fachschwerpunkten Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und Anästhesie, aber auch die umsichtigen Fürsorge des Klinikpersonals überzeugen unsere Patienten.

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Orthopädie Stockhammer

Klaus Stockhammer
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